Hauttyp bestimmen: So erkennst du, was deine Haut braucht

Jede Haut erzählt ihre ganz eigene Geschichte – manchmal strahlend, manchmal launisch. Doch wie kannst du herausfinden, was genau deine Haut braucht? Die Antwort liegt in deinem Hauttyp. Wenn du weißt, welchen Hauttyp du hast, kannst du leichter die passenden Pflegeprodukte auswählen und deiner Haut geben, was sie wirklich benötigt.

Was bestimmt deinen Hauttyp?

Dein Hauttyp wird hauptsächlich davon bestimmt, wie viel Talg (natürliches Hautfett) deine Haut produziert. Dieser Talg beeinflusst, ob sich deine Haut trocken, ölig oder ausgeglichen anfühlt. Aber Achtung: Faktoren wie Stress, hormonelle Veränderungen, Gene und Klima können die Talgproduktion und somit deinen Hauttyp beeinflussen.

Interessant: Empfindliche Haut gilt zwar allgemein als eigener Hauttyp, doch tatsächlich beschreibt sie vielmehr, wie reaktiv deine Haut ist. Sensibilität kann also zusätzlich zu den anderen Hauttypen auftreten.

Fachmeinung von Katja Glatz (Head of Product Development)

"Ich glaube nicht an starre Hauttypen. Unsere Haut verändert sich ständig – je nach Tag, Jahreszeit und Lebensphase. Daher spreche ich bei APRICOT lieber von Hautbildern, die kommen und gehen, statt von unveränderlichen Hauttypen. Ziel ist es, die Haut in ihrer Vielfalt zu verstehen und ihr genau die Pflege zu geben, die sie im jeweiligen Moment braucht. Inhaltsstoffe wie Aloe vera, Ectoin und Ceramide sind ideal, da sie für jeden geeignet sind, Feuchtigkeit spenden und die Hautbarriere stärken. Denn eine gut versorgte Haut altert langsamer, bekommt weniger Pickel und strahlt mehr."

Wie finde ich meinen Hauttyp heraus?

Meist genügt bereits ein genauer Blick in den Spiegel oder ein einfacher Selbsttest zu Hause, um deinen Hauttyp herauszufinden.

Der Haut-Check nach der Reinigung

Dieser einfache Haut-Check hilft dir, deinen Hauttyp herauszufinden, indem du beobachtest, wie sich deine Haut nach der Gesichtsreinigung verhält. Wasche dein Gesicht mit einem milden Reiniger und trockne es vorsichtig mit einem weichen Handtuch ab. Warte etwa 30 Minuten und betrachte deine Haut genau im Spiegel:

  • Glänzt dein Gesicht überall stark? Dann hast du wahrscheinlich fettige Haut.
  • Ist deine Haut rau, schuppig oder spannt sie? Dann hast du vermutlich trockene Haut.
  • Glänzt nur deine T-Zone (Stirn, Nase, Kinn), während deine Wangen trocken wirken? Dann hast du Mischhaut.
  • Wirkt deine Haut gut hydratisiert und weder ölig noch trocken? Dann hast du wahrscheinlich normale Haut.
  • Fühlt sich deine Haut weniger elastisch an, mit feinen Linien oder Trockenheitsfältchen? Dann könnte es sich um reife Haut handeln.

Die Hauttypen im Überblick

Fettige Haut – Zu viel des Guten?

Fettige Haut produziert überschüssigen Talg, der dein Gesicht glänzend und ölig wirken lässt, besonders in der T-Zone. Große Poren, Mitesser und gelegentliche Pickel gehören oft dazu. Aber es gibt einen positiven Aspekt: Studien zeigen, dass fettige Haut langsamer altert und später Falten entwickelt.

Pflege-Tipp: Mattierende, leichte und ölfreie Pflegeprodukte sind ideal. Katja empfiehlt zusätzlich spezielle Inhaltsstoffe, die die Talgproduktion regulieren und Poren verfeinern.

„Niacinamid reduziert die Talgproduktion, während Salicylsäure Poren reinigt. Vitamin C verfeinert das Hautbild und Azelainsäure reguliert effektiv Talg und wirkt entzündungshemmend. Zink unterstützt zudem die Wundheilung, und Hyaluronsäure sowie Aloe vera spenden Feuchtigkeit ohne die Haut zu beschweren.“

Trockene Haut – Wenn die Haut nach Feuchtigkeit schreit

Bei trockener Haut produziert dein Körper zu wenig Talg. Die Folge: Deine Haut verliert schneller Feuchtigkeit und wirkt trocken, spröde oder sogar schuppig. Außerdem weist sie eine geringere Elastizität auf, was sie anfälliger für Irritationen und sichtbare Zeichen der Hautalterung macht. Auch hier spielt Pflege eine entscheidende Rolle – vermeide Produkte, die deine Haut zusätzlich austrocknen können.


Pflege-Tipp: Feuchtigkeitsreiche Cremes mit Hyaluronsäure oder Ceramiden.

Katja empfiehlt: „Ideal sind zusätzlich Aloe vera, Glycerin und pflanzliche Öle, um die Haut intensiv zu nähren und ihre Schutzbarriere zu stärken.“

Mischhaut – Der Balance-Akt

Mischhaut zeigt sowohl trockene als auch ölige Hautstellen. Besonders auffällig ist die fettige T-Zone, während Wangen und andere Gesichtspartien trocken sein können. Mischhaut ist variabel und reagiert stark auf Jahreszeiten oder hormonelle Veränderungen.

Pflege-Tipp: Unterschiedliche Pflegeprodukte für trockene und fettige Hautpartien verwenden.

Katja erklärt: „Mischhaut benötigt eine Pflege, die trockene Stellen mit Hyaluronsäure und Ectoin hydratisiert und gleichzeitig fettige Bereiche mit Niacinamid oder Salicylsäure reguliert.“

 

Normale Haut – der Traum vieler Menschen

Normale Haut ist gut ausbalanciert, weder zu ölig noch zu trocken. Sie wirkt meist geschmeidig, feinporig und hat ein gleichmäßiges Hautbild. Dieser Hauttyp ist unkompliziert und zeigt selten Sensibilitäten oder Hautprobleme.

Pflege-Tipp: Sanfte, feuchtigkeitsspendende Pflege genügt meist völlig.

Katja empfiehlt: „Bei normaler Haut, die im Allgemeinen ausgeglichen ist, geht es vor allem darum, diese Balance zu erhalten und die Haut vor Umwelteinflüssen zu schützen. Geeignete Inhaltsstoffe sind beispielsweise Hyaluronsäure und Glycerin, die Feuchtigkeit spenden, sowie Aloe vera, die beruhigend wirkt. Zusätzlich helfen Antioxidantien wie Vitamin C und Vitamin E, die Haut vor Schäden durch Umweltbelastungen zu schützen.“

Empfindliche Haut – Wenn die Haut Alarm schlägt

Empfindliche Haut reagiert schnell und intensiv auf äußere Einflüsse wie Pflegeprodukte, Wetterveränderungen oder Stress. Rötungen, Juckreiz oder Brennen sind typische Anzeichen. Empfindliche Haut kann mit jedem der anderen Hauttypen kombiniert auftreten.

Pflege-Tipp: Milde, parfumfreie Produkte.

Katja empfiehlt: „Für empfindliche Haut sind Ectoin, Aloe vera, Panthenol und Centella Asiatica ideal – sie beruhigen, stärken die Hautbarriere und lindern Rötungen und Irritationen. Wichtig: Produkte ohne Alkohol, Duft- und Farbstoffe verwenden und Sonnenschutz nicht vergessen.“

Reife Haut – Bedürfnisse im Wandel

 

Reife Haut zeigt oft eine geringere Elastizität und feine Linien. Sie neigt stärker zu Trockenheit und zeichnet sich durch eine verlangsamte Zellerneuerung aus.

Katja empfiehlt: „Reife Haut profitiert besonders von Vitamin C, Hyaluronsäure, Retinol, Peptiden und Antioxidantien wie Vitamin E und Coenzym Q10 – diese Inhaltsstoffe fördern Elastizität, reduzieren Falten und schützen die Haut effektiv vor Umwelteinflüssen.“

Kann sich mein Hauttyp verändern?

Ja, dein Hauttyp kann sich tatsächlich verändern – und das sogar mit den Jahreszeiten! Der größte Faktor dabei ist die Luftfeuchtigkeit: Trockene Heizungsluft im Winter kann deine Haut ganz anders reagieren lassen als die feuchte Sommerluft. Doch auch Alter, hormonelle Schwankungen (wie Schwangerschaft oder Menopause), Klimaveränderungen und dein Lifestyle beeinflussen deinen Hauttyp kontinuierlich. Deshalb lohnt es sich, regelmäßig zu überprüfen, ob deine aktuelle Pflegeroutine noch optimal zu deiner Haut passt.

Fazit: Kenne deine Haut, verwöhne deine Haut

Um die Fragen „Was ist mein Hauttyp?“ und „Was braucht meine Haut?“ zu beantworten, ist es entscheidend, deinen Hauttyp genau zu kennen – das ist die Basis für eine gesunde, schöne Haut. Mit einfachen Tests kannst du deinen Hauttyp bestimmen und optimal pflegen. Jetzt kannst du jederzeit deinen Hauttyp herausfinden und gezielt auf seine Bedürfnisse eingehen! In unserem Quiz kannst du ganz einfach herausfinden, welche Produkte am besten zu deinem aktuellen Hauttyp passen!

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